Evang. Klinikseelsorge am Klinikum Sindelfingen

Evang. Klinikseelsorge am Klinikum Sindelfingen

 Kranke Menschen müssen auch im Krankenhaus auf Seelsorge nicht verzichten.
Dafür gibt es die Seelsorge im Klinikum Sindelfingen.

Die Betreuung leistet:

ab 01. Okt. 2020    Pfarrerin Jutta Seifert

Tel.  07031-98-0  (Pforte KH Sindelfingen)

e-mail: N.N.

 Frau Pfarrerin Jutta Seifert  ist auch über die Pforte des Krankenhauses erreichbar (07031 / 98-0 )

Weitere Informationen  unter "www.kirchebb.de

"Wer ins Krankenhaus kommt, hofft auf Heilung oder Linderung.

Man sucht dort die Hilfe der Medizin und Menschen, denen man sich mit seinem kranken Leib anvertrauen kann.

In Zeiten der Krankheit sind wir aber nie nur körperlich betroffen. Auch unsere Seele – der innere Mensch – braucht Zuwendung und Stärkung. Dafür ist die Klinikseelsorge da. Vielleicht sind die Tage, die vor einem liegen, mit Angst belastet. Vielleicht tauchen Fragen auf, für die man sonst keine Zeit hat. Im Krankenhaus hat man viel Zeit! Vielleicht bedrängen Sorgen um Angehörige, um Freunde oder um die Arbeit, die man unerwartet zurücklassen musste...

Hier nimmt man Zeit für Sie, wenn Sie das möchten – ganz unabhängig davon, ob Sie nun zum engeren oder eher zum äußeren Rand der Kirche gehören oder vielleicht auch ganz weit von allem Glauben entfernt sind.

Wir sprechen mit Ihnen oder Ihren Angehörigen , Schweres mit auszuhalten, manchmal auch einfach nur bei Ihnen zu sein und zu schweigen..

Worte helfen ja manchmal – aber nicht immer. Ein Gebet oder ein Liedvers tun manchmal gut. Ein Abendmahl kann entlasten und den Rücken stärken für das nächste Stück auf dem Weg. Ein Segen spricht Kraft zu, die wir nicht aus uns selbst haben. Dass Gott es gut mit einem meint, glaubt sich in schwieriger Zeit manchmal leichter zu zweit als allein...

Scheuen Sie sich nicht, dieses Angebot ganz ungeniert in Anspruch zu nehmen – für sich selbst oder für einen Anderen, um den Sie sich in der Klinik Sorgen machen! "

Wie erreichen Sie die Klinikseelsorge

  • Über die Schwestern, Pfleger oder Ärzte auf der Station.
  • Über die Klinikpforte unter 07031 / 98-0.

 Falls  grade nicht erreichbar , wird in dringenden Fällen eine Vertretung informiert.     

 Gottesdienst im Krankenhaus

Jeden Sonntag feiern wir um 9 Uhr Gottesdienst in der Klinikkapelle im Erdgeschoss.

Wir tun das in ökumenischer Gastfreundschaft und Offenheit – es sind alle Konfessionen herzlich willkommen! Die Gottesdienste werden abwechselnd von KinikseelsorgerInnen der evang. und der kath. Kirche gestaltet und sind in ihrer Liturgie etwas verkürzt, damit sie für Kranke nicht zu lange dauern. Sie werden über das Hausradio (Kanal 1) auf die Stationen übertragen und können dort über den Kopfhörer auch vom Bett aus mit gefeiert werden. Wir freuen uns übrigens immer, wenn auch BesucherInnen von draußen diese Gottesdienste mit uns feiern!

 Die Klinikkapelle ist ein Ort der Stille und des Rückzugs und steht Tag und Nacht offen für alle, die sie brauchen.

Gebet

Gott – zu dir rufe ich!

In mir ist es finster – aber bei dir ist das Licht.

Ich bin einsam – aber du verlässt mich nicht.

Ich bin kleinmütig – aber bei dir ist die Hilfe.

Ich bin unruhig – aber bei dir ist der Friede.

In mir ist die Bitterkeit – aber bei dir ist die Geduld.

Ich verstehe deine Wege nicht – aber du weißt den Weg für mich.

(Dietrich Bonhoeffer)

 

Wechsel im evangelischen Krankemhaus-Pfarramt

Ursula Schmitz-Böhmig, evangelische Klinikseelsorgerin im Krankenhaus Sindelfingen,
geht Ende September in den „Ruhe-stand“. Aus diesem Anlass führte Andreas Hiller von der Evangelischen Betriebsseelsorge mit ihr folgendes Interview:

Wie bist Du zur Klinikseelsorge gekommen?

Ich hatte schon früh großes Interesse daran, wie Menschen ihr Leben bewältigen. In den Geschichten und Tex-ten der Bibel fand ich Vertiefung bei der Frage nach solchen existenziellen Themen. So kam ich auch zum Theologiestudium. Außerdem habe ich früh Erfahrung mit Tod und Leid gemacht. Als dann unser zweites Kind starb, war die Krankenhausseelsorge für meinen Mann und mich eine große Hilfe. Das hat uns angeregt, selbst mal in die Krankenhausseelsorge zu gehen
.
Seit wann arbeitest Du im Krankenhaus?

Mein Mann und ich arbeiteten seit 2003 hier in Sindelfingen und haben uns die Stelle geteilt. 2009 hat er dann in Tübingen eine Stelle übernommen und ich blieb mit 100 % in Sindelfingen
.
Was macht die Arbeit im Krankenhaus aus?

Es ist vor allem die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie ihrer Angehörigen. Gemeinsam suchen wir nach Quellen der Kraft und nach einem Gottvertrauen, das trägt. Das ist dann auch ganz viel Arbeit mit der Lebensgeschichte eines Menschen. Wichtig ist auch, Ärzte und Pflegende zu unterstützen, da arbeiten wir eng zusammen. Ein Anliegen war für mich da u. a. der Aufbau eines Klinischen Ethikkomitees. Es ist beeindruckend, wie viele sich im Krankenhaus für Mitmenschlichkeit engagieren!

Was waren besondere Momente?

Der Tod von jungen Menschen, wenn z. B. eine junge Familienmutter stirbt. Da ist man konfrontiert mit großer Verzweiflung und muss das aushalten. Das ist Schwerstarbeit. Alle, die sich da kümmern, bilden eine Gemeinschaft in der Ohnmacht. Gut, dass wir da nicht alleine sind, sondern uns – auch ökumenisch – gegenseitig unterstützen. Aber es gibt dann immer wieder auch Situationen am Lebensende, in denen der Heilige Geist als Kraft wie spürbar anwesend ist. Das kann man nicht „machen“, das ist Geschenk.

Was hast Du Dir für Deinen Ruhestand vorgenommen?

Ich sehne mich nach Zeit für Schönes (Musik, Kunst, Natur, Literatur). Und nach Zeit für die Pflege von privaten Beziehungen!

Vielen Dank. Wir wünschen Dir alles Gute und Gottes Segen!

Ursula Schmitz-Böhmig/Andreas Hiller:
Glücklicherweise gibt es im Krankenhaus bereits eine Nachfolgerin für Ursula Schmitz-Böhmig – Jutta Seifert.

Jutta Seifert stellt sich im Folgenden kurz vor:

"Ab Oktober werde ich die evangelische Klinikseelsorge in Sindelfingen von Ursula Schmitz-Böhmig übernehmen. Die zurückliegenden Wochen haben wir zur schrittweisen Übergabe genutzt.Ich bringe viel Erfahrung aus dem Gemeindepfarramt auf der Alb, in Hohenlohe und Stuttgart mit. Einige Jahre habe ich in der Notfallseelsorge mitgearbeitet und als Gehörlosenseelsorgerin. Außerdem hatte ich für fünf Jahre einen Unterrichtsauftrag für das Technische Gymnasium und die Gewerblichen Schulen in Öhringen. Die letzten drei Jahre war ich als Auslandspfarrerin für die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) in Indonesien tätig mit Schwerpunkt in Jakarta, Bandung und Bali und dem Auftrag, eine deutschsprachige Gemeinde in Vietnam (Hanoi) aufzubauen.Ich freue mich über vier erwachsene Kinder und vier Enkelkinder."

Jutta Seifert