zum Abschied von Rolf Schneider

Ein zielstrebiger Sozialunternehmer geht in den (Un-)Ruhestand – zum Abschied von Rolf Schneider

Von einer „Station“ kann man heute wahrlich nicht mehr reden. Ca. 350 Mitarbeitende hat die vor 41 Jahren gegründete ursprünglich evangelisch diakonische Einrichtung. Heute ist das ökumenische Sozialunternehmen ein „player“ in der sozialwirtschaftlichen Landschaft. Seit 1998 hat dort Rolf Schneider mit ruhiger Hand zielstrebig und umsichtig die Geschäfte geführt, zunächst noch als Kirchenbeamter. Er hat die zunehmenden Bedarfe einer demografisch sich stark wandelnden Gesellschaft aufmerksam aufgespürt und mit Weitblick dem stetig wachsenden und prosperierenden Unternehmen seinen Stempel aufgedrückt. Die „klassische“ ambulante Pflege wurde unter Schneiders Federführung weiterentwickelt und ausgebaut. Drei Tagespflegen, sechs betreute Wohnanlagen, Essen auf Räder, Haushaltsservice, eine ambulante „Krankenwohnung“ für die Kurzzeitpflege, Familienpflege, der Hausnotruf, all das gibt es heute unter dem einen Dach „Ökumenische Sozialstation“, bis hin zum Martinslädle.

Über 1000 Menschen werden heute von der diakonisch-caritativen Einrichtung betreut. Der Name „Rolf Schneider“ ist heute ein Synonym für das Sozial-Unternehmen, das in Sindelfingen und Umgebung ein wichtiger Faktor darstellt. Expansion und Wachstum im pflegerisch-sozialen Bereich das war Rolf Schneiders Leitidee: Und die verfolgte er konsequent, gut vernetzt, geschätzt, anerkannt und respektiert. In Zeiten der politisch eingeleiteten drastischen Ökonomisierung des Sozialen suchte er wirtschaftliches Kalkül und sozial-diakonische Verantwortung auf pragmatischem Weg miteinander zu verknüpfen. Um die zunehmend gefragte 24-Stundenpflege zu ermöglichen, ging er durchaus umstrittene neue Wege. Mit einer rechtlich und finanziell eigenständigen Trägerstruktur, die wiederum eng verflochten ist mit der Sozialstation hat er die Stiftung für „Innovation und Pflege“ ins Leben gerufen.

Rolf Schneider wollte immer gerne „etwas unternehmen“ und im sozialen Bereich Neues auf die Beine stellen. Mit Bauträgern neue betreute, gemeinschaftliche Wohnformen für Pflegebedürftige zu entwickeln, das macht ihm große Freude. Sie sind gefragt. Deshalb kann man davon ausgehen, dass er allenfalls in den Unruhestand geht.

Am Sonntag, den 2. Februar 2020 wird Rolf Schneider im Rahmen eines
Gottesdienstes in der Martinskirche und im Anschluss im Stiftshof feierlich verbschiedet.

Jens Junginger

Ökumenische Sozialstation Sindelfingen

Die Ökumenische Sozialstation bietet umfangreiche ambulante pflegerische Dienste im Bereich der Stadt Sindelfingen an. Der Pflegedienst besteht seit 1998. Die Evang. Gesamtkirchengemeinde ist Gesellschafterin der ökumenischen Sozialstation. Je nach Bedarf hat die Sozialstation das passende Angebot:  

Alten- und Krankenpflege

Krankenpfleger und Krankenschwestern übernehmen pflegerische Dienste bei alten und kranken Menschen.

Nachbarschaftshilfe

Die Nachbarschaftshilfe dient der Betreuung von älteren, pflegebedürftigen oder kranken Menschen bei hauswirtschaftlichen Diensten oder leichten pflegerischen Tätigkeiten.

Haushaltsservice

Die Sozialstation bietet einen kompletten Haushaltsservice – zuverlässig und preiswert.

Familienpflege

Wenn die Mutter einmal ausfällt, übernehmen erfahrene Familienpflegerinnen in dieser Zeit die hauswirtschaftlichen und erzieherischen Aufgaben rund um die Familie.

Krankenwohnungen "Wohnen und pflegen"

Die Sozialstation verfügt über acht Krankenwohnungen im Seniorenstift in der Seemühlestraße 20. Hier können kranke und pflegebedürftige Personen sechs Wochen untergebracht werden, wenn dadurch ein Krankenhausaufenthalt abgekürzt werden kann oder wenn pflegende Angehörige vorübergehend ausfallen.
 
Menüservice

Unabhängig vom Alter oder Gesundheitszustand bietet die Sozialstation täglich frisch zubereitetes, warmes Essen in verschiedenen Kostformen täglich an. Das Essen wird natürlich ins Haus gebracht.

Hausnotruf

Der Hausnotruf ist „Rund um die Uhr“ – also Tag und Nacht – 365 Tage im Jahr da.

Zeitintensive Betreuung

Betreuung zu Hause – „Rund um die Uhr“.

Gastfamilien

 Nach dem Motto „Urlaub vom eigenen Bett“ bietet die Sozialstation in Zusammenarbeit mit engagierten Familien oder Einzelpersonen pflege- und betreuungspflichtigen Menschen eine individuelle Betreuung in familiärer Umgebung.

Sindelfinger Tafel „Martinslädle“

Das „Martinslädle“ verkauft an bedürftige Personen Lebensmittel zu günstigen Preisen. Der Heilige Martin als Symbol für das Teilen stand Pate bei der Namensgebung der Sindelfinger Tafel im „Martinslädle“. 

„Wie geht’s?“-Telefon

Die Vereinsamung der Menschen ist teilweise sehr groß und oft wird gar nicht bemerkt, wie gerne sich ein Mensch mit dem anderen austauschen würde.

Miteinander – Füreinander

ist eine Erweiterung des Angebots aus dem großen Bereich der Betreuungsleistungen.

Gesprächskreis

Viele Menschen betreuen und pflegen ihre Kranken oder alten Angehörigen zu Hause und sind in dieser Situation neben positiven Momenten auch einer großen Belastung ausgesetzt.

Betreutes Wohnen im Seniorenstift Seemühlestraße
und in der Seniorenwohnanlage Bärles Eck

In den Seniorenwohnanlagen befinden sich moderne senioren- und behindertengerechte Wohnungen, die eine familiäre Atmosphäre gewährleisten und die besten Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich die Menschen hier wohl und zu Hause fühlen.

Tagespflege im Verbund
Tagespflege "Nutze den Tag" möchte älteren Menschen tagsüber eine sichere, freundliche und strukturierte Tagesgestaltung in einer kleinen und überschaubaren Gruppe unter Begleitung von fachkundigem Personal bieten.
Dieses Angebot kann stundenweise, an einzelnen Tagen oder auch durchgehend täglich in Anspruch genommen werden.
Tagespflege dient der deutlichen und nachhaltigen Entlastung der pflegenden Angehörigen , die dadurch in der Lage sind, einerseits die Pflege zu Hause dauerhaft erbringen zu können und sich gleichzeitig auch den notwendigen Freiraum zu erhalten.
Kontakt - Telefon: 07031 - 7 24 00 99

Kontakt: Ökumenische Sozialstation
Böblinger Straße 23
71065 Sindelfingen
Vermittlung Tel.: 07031 - 7 24 00-0 
                   Fax: 07031 - 7 24 00-11

Frau Renata Spieler
wurde zur Nachfolgerin des langjährigen Geschäftsführers Rolf Schneider gewählt.
Die Wahl durch die Gesellschafterversammlung fand am 23. Mai 2019 statt.
Frau Spieler ist im Haus kein unbekanntes Gesicht. Sie hat in den letzten Jahren
in der Stiftung „Innovation und Pflege“ gearbeitet und in der Geschäftsführung der Sozialstation assistiert.
Sie hat, unterbrochen durch ein Intermezzo bei einem anderen sozialen Träger, ihre gesamte
bisherige berufliche Laufbahn in der Sozialstation und bei der Stiftung durchlaufen,
vom Hand-Anlegen in der Pflege bis jetzt in die leitende Position. Dies qualifiziert sie in besonderer Weise
und überzeugte sowohl die Auswahlkommission wie auch die Gesellschafterversammlung.
hne Zweifel wäre eine größere Auswahlmöglichkeit wünschenswert gewesen, doch Bewerbungen mit gleichwertigen umfassenden Kompetenzen waren recht überschaubar.
Frau Spieler hat ihren Dienst am 1. November 2019 angetreten, und sich in die Arbeits- und Aufgabenfelder eingearbeitet. Sie ist ausschließlich für die Ökumenische Sozialstation tätig .

Im Zuge der personellen Veränderungen in der Geschäftsführung durchläuft die Sozialstation derzeit einen Evaluierungsprozess, mit dem Ziel eine eigene transparente und zukunftsfähige Organisationsstruktur zu etablieren, die mit ihren Organen den heute geltenden diakonischen Standards entspricht.

Jens Junginger