Atempause - donnerstags in der Martinskirche - 18 Uhr

Immobilienkonzeption heißt: Kirche neu denken

Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen hat derzeit unter anderem sechs Kirchen mit dazugehörigen Gemeindehäusern, sieben Pfarrhäuser bzw. Pfarrwohnungen, mehrere sonstige Wohnungen sowie das Eichholzer Täle mit drei Hallen.
Viele der Gebäude stammen aus den 60er und 70er Jahren, einer Zeit, in der die evangelische Kirche am Wachsen war.

Heute sind – wie wir alle wissen – die Gemeindegliederzahlen rückläufig und viele unserer Gebäude sind baulich nicht mehr auf dem aktuellen Stand und müssen bzw. müssten teuer renoviert werden.

Daher hat der verkleinerte Gesamtkirchengemeinderat beschlossen, sich zusammen mit der Immobilienberatung der Landeskirche auf den Weg zu machen, eine Immobilienkonzeption anzugehen.

In einem ersten Schritt werden die Gebäude hinsichtlich Zustand, Investitionskosten und Auslastung evaluiert. Ziel ist es, ein Konzept zu erstellen, ob und wie der Immobilienbestand wirklich zukunftsfähig bleiben kann und mit welchem Aufwand dies verbunden sein wird. Unabdingbar ist dabei, dass man sich den weiter verändernden gesellschaftlichen Gegebenheiten wie der tatsächlichen Raumnutzung und des generellen Raumbedarfs für die Kirchengemeinde anpasst. Entscheidend wird sein, wie sich die Gestaltung der kirchlichen Arbeit an den jeweiligen Standorten und im Ganzen künftig ausgestalten wird. Ein weiterer wesentlicher Faktor wird sein, dass dabei der Herausforderung Rechnung zu tragen sein wird, dass sich nicht nur die Zahl der Mitglieder weiter verringern wird, sondern auch das aktuell hohe Kirchensteueraufkommen zurückgehen wird.

Der erste Schritt der Konzeption ist die Bestandsaufnahme. Dabei wird der Frage nachgegangen:
In welchem baulichen Zustand sind unsere Gebäude? Welche Renovierungskosten werden zukünftig zu erwarten sein? Wie hoch sind die laufenden Unterhaltungskosten und wie hoch ist die Auslastung? Der im Dezember neu gewählte Kirchengemeinderat wird die Aufgabe haben, die Ergebnisse der Evaluation auszuwerten und eine „road map“ zu erstellen, wie die evangelische Kirche in Sindelfingen zukunftsorientiert arbeiten will und wie sie sich, orientiert an ihrem Auftrag, „um der Menschen willen“ engagieren und Akzente setzen will.

Wichtig ist dabei, dass die wirtschaftlichen wie die theologisch-ekklesiologischen Aspekte die Grundlage bilden, auf der einerseits die Evaluationsergebnisse betrachtet und die perspektivisch konzeptionellen Überlegungen angestellt werden.
Die zentrale Frage wird sein:
Wie stellt sich die evangelische Kirche in Sindelfingen orientiert an den Bedarfen und Gaben der Menschen für die kommenden 10 bis 20 Jahre auf?

 

Jens Junginger, Stephan Bartel

Kirchliche Jugendarbeit in der Schule – Impressionen

Längst sind sie keine unbekannten Gesichter mehr an der Grundschule Klostergarten: Seit September 2017 absolvieren Judith Gross und Max Knobloch ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim CVJM. Die Grundschüler freuen sich über diese besonderen Mitarbeitenden des CVJM. Denn ihre Stelle beinhaltet 50% Tätigkeit im CVJM und 50% an der Grundschule Klostergarten („Schulbezogene Jugendarbeit“).

Nach ihrer Hospitationsphase zum Schuljahresanfang, in der die beiden alle Klassenstufen sowie das Betreuungsangebot der Grundschule kennen lernten, sind Judith und Max mit ihrem AG-Angebot durchgestartet: Von der Martins-AG über die Computer-AG und Advents-AG bis hin zur Krippenspiel-AG. Die beiden sind auch immer parat, wenn Begleitung gefragt ist bei Lerngängen, Übernachtungen oder Ausflügen. Der Spaß und die Freude an der Arbeit mit Kindern ist ihnen deutlich abzuspüren.
Sie sind keine Ersatz-Lehrer, sondern können sich ganz bewusst Zeit nehmen für die Kinder – außerhalb des Unterrichts und fern von Noten. Besonders gerne ziehen Max und Judith mit den Schülern in die Welt außerhalb der Schule: Zu einem „Orientierungstag“ ins CVJM-Haus zum Beispiel oder in die Martinskirche.
Rektorin Yvonne Olmosi-Bier ist dankbar für dieses Engagement, hinter dem auch der Martinstaler 2017 steckt: „Die beiden sind ein echter Gewinn für unsere Schule! Ohne sie könnten wir zurzeit fast gar keine AG anbieten.“

Rose Ilg