Gottesdienstangebot am Abend

Neu: Gottesdienstangebot am Abend

In der Johanneskirche wird es ab Januar einmal im Monat ein neues Gottesdienstangebot geben –
einen Gottesdienst am Sonntagabend um 19 Uhr.

Es ist ein Gottesdienstangebot der Johanneskirchengemeinde,
das sich aber nicht nur an deren Gemeindeglieder richtet,
sondern zu dem alle eingeladen sind, die lieber am Abend Gottesdienst feiern.

Dr. Beate Kobler

Goldene Konfirmation am 15. März 2020 ?

Am 15. März 2020 wird es in der Martinskirche einen Gottesdienst mit Feier von Konfirmations-Jubiläen geben;
die Jahrgänge, die ihr 60, 65 und 70-jähriges Konfirmationsjubiläum begehen wollen,
haben sich bereits angemeldet.
Aus der Gruppe von Menschen, die im Jahr 1970 konfirmiert wurden und 2020 also
ihr 50jähriges Konfirmationsjubiläum begehen würden, hat sich bisher noch niemand gemeldet.

Wenn Sie zu diesem Jahrgang gehören und gerne Goldene Konfirmation feiern würden,
dann sprechen Sie doch ihre Jahrgangs-Mitglieder an – vielleicht gibt es ja doch den einen oder die andere,
die am 15. März mitfeiern möchten, die Konfirmation muss nicht zwingend in Sindelfingen stattgefunden haben.

Dr. Beate Kobler

zum Abschied von Rolf Schneider

Ein zielstrebiger Sozialunternehmer geht in den (Un-)Ruhestand – zum Abschied von Rolf Schneider 

Von einer „Station“ kann man heute wahrlich nicht mehr reden. Ca. 350 Mitarbeitende hat die vor 41 Jahren gegründete ursprünglich evangelisch diakonische Einrichtung. Heute ist das ökumenische Sozialunternehmen ein „player“ in der sozialwirtschaftlichen Landschaft. Seit 1998 hat dort Rolf Schneider mit ruhiger Hand zielstrebig und umsichtig die Geschäfte geführt, zunächst noch als Kirchenbeamter. Er hat die zunehmenden Bedarfe einer demografisch sich stark wandelnden Gesellschaft aufmerksam aufgespürt und mit Weitblick dem stetig wachsenden und prosperierenden Unternehmen seinen Stempel aufgedrückt. Die „klassische“ ambulante Pflege wurde unter Schneiders Federführung weiterentwickelt und ausgebaut. Drei Tagespflegen, sechs betreute Wohnanlagen, Essen auf Räder, Haushaltsservice, eine ambulante „Krankenwohnung“ für die Kurzzeitpflege, Familienpflege, der Hausnotruf, all das gibt es heute unter dem einen Dach „Ökumenische Sozialstation“, bis hin zum Martinslädle.

Über 1000 Menschen werden heute von der diakonisch-caritativen Einrichtung betreut. Der Name „Rolf Schneider“ ist heute ein Synonym für das Sozial-Unternehmen, das in Sindelfingen und Umgebung ein wichtiger Faktor darstellt. Expansion und Wachstum im pflegerisch-sozialen Bereich das war Rolf Schneiders Leitidee: Und die verfolgte er konsequent, gut vernetzt, geschätzt, anerkannt und respektiert. In Zeiten der politisch eingeleiteten drastischen Ökonomisierung des Sozialen suchte er wirtschaftliches Kalkül und sozial-diakonische Verantwortung auf pragmatischem Weg miteinander zu verknüpfen. Um die zunehmend gefragte 24-Stundenpflege zu ermöglichen, ging er durchaus umstrittene neue Wege. Mit einer rechtlich und finanziell eigenständigen Trägerstruktur, die wiederum eng verflochten ist mit der Sozialstation hat er die Stiftung für „Innovation und Pflege“ ins Leben gerufen.

Rolf Schneider wollte immer gerne „etwas unternehmen“ und im sozialen Bereich Neues auf die Beine stellen. Mit Bauträgern neue betreute, gemeinschaftliche Wohnformen für Pflegebedürftige zu entwickeln, das macht ihm große Freude. Sie sind gefragt. Deshalb kann man davon ausgehen, dass er allenfalls in den Unruhestand geht.

Am Sonntag, den 2. Februar 2020 wird Rolf Schneider im Rahmen eines
Gottesdienstes in der Martinskirche und im Anschluss im Stiftshof feierlich verbschiedet.


Jens Junginger

Immobilienkonzeption heißt: Kirche neu denken

Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen hat derzeit unter anderem sechs Kirchen mit dazugehörigen Gemeindehäusern, sieben Pfarrhäuser bzw. Pfarrwohnungen, mehrere sonstige Wohnungen sowie das Eichholzer Täle mit drei Hallen.
Viele der Gebäude stammen aus den 60er und 70er Jahren, einer Zeit, in der die evangelische Kirche am Wachsen war.

Heute sind – wie wir alle wissen – die Gemeindegliederzahlen rückläufig und viele unserer Gebäude sind baulich nicht mehr auf dem aktuellen Stand und müssen bzw. müssten teuer renoviert werden.

Daher hat der verkleinerte Gesamtkirchengemeinderat beschlossen, sich zusammen mit der Immobilienberatung der Landeskirche auf den Weg zu machen, eine Immobilienkonzeption anzugehen.

In einem ersten Schritt werden die Gebäude hinsichtlich Zustand, Investitionskosten und Auslastung evaluiert. Ziel ist es, ein Konzept zu erstellen, ob und wie der Immobilienbestand wirklich zukunftsfähig bleiben kann und mit welchem Aufwand dies verbunden sein wird. Unabdingbar ist dabei, dass man sich den weiter verändernden gesellschaftlichen Gegebenheiten wie der tatsächlichen Raumnutzung und des generellen Raumbedarfs für die Kirchengemeinde anpasst. Entscheidend wird sein, wie sich die Gestaltung der kirchlichen Arbeit an den jeweiligen Standorten und im Ganzen künftig ausgestalten wird. Ein weiterer wesentlicher Faktor wird sein, dass dabei der Herausforderung Rechnung zu tragen sein wird, dass sich nicht nur die Zahl der Mitglieder weiter verringern wird, sondern auch das aktuell hohe Kirchensteueraufkommen zurückgehen wird.

Der erste Schritt der Konzeption ist die Bestandsaufnahme. Dabei wird der Frage nachgegangen:
In welchem baulichen Zustand sind unsere Gebäude? Welche Renovierungskosten werden zukünftig zu erwarten sein? Wie hoch sind die laufenden Unterhaltungskosten und wie hoch ist die Auslastung? Der im Dezember neu gewählte Kirchengemeinderat wird die Aufgabe haben, die Ergebnisse der Evaluation auszuwerten und eine „road map“ zu erstellen, wie die evangelische Kirche in Sindelfingen zukunftsorientiert arbeiten will und wie sie sich, orientiert an ihrem Auftrag, „um der Menschen willen“ engagieren und Akzente setzen will.

Wichtig ist dabei, dass die wirtschaftlichen wie die theologisch-ekklesiologischen Aspekte die Grundlage bilden, auf der einerseits die Evaluationsergebnisse betrachtet und die perspektivisch konzeptionellen Überlegungen angestellt werden.
Die zentrale Frage wird sein:
Wie stellt sich die evangelische Kirche in Sindelfingen orientiert an den Bedarfen und Gaben der Menschen für die kommenden 10 bis 20 Jahre auf?

 

Jens Junginger, Stephan Bartel

Martinsbrief II

Hier finden Sie den Martinsbrief  II

der Martinskirchengemeinde Sindelfingen

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Pfarrplan 2024 – Entscheidung der Synode ist gefallen

Bei der Bezirkssynode am 17. März 2018 in Waldenbuch haben die Mitglieder über die Umsetzung des Pfarrplans 2024 entschieden. Der Pfarrplan 2024 bedeutet für unseren Kirchenbezirk Böblingen, dass insgesamt 4,5 Pfarrstellen wegfallen werden.

Für die Mitglieder der Bezirkssynode stellte sich nun die schwierige Frage, welche Pfarrstellen wegfallen sollen. Mit knapper Mehrheit wurde beschlossen, dass die Betriebsseelsorge nicht mehr durch einen Pfarrer, sondern künftig durch einen Sozialdiakon besetzt werden soll. Damit bleibt im Kirchenbezirk Böblingen eine Gemeindepfarrstelle erhalten.

Für die Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen bedeutet der Pfarrplan 2024 nun konkret, dass eine volle Gemeindepfarrstelle (100 Prozent) gekürzt werden muss. Voraussichtlich wird die Pfarrstelle Nikodemuskirche mit 50 Prozent und die Pfarrstelle Martinskirche West mit 50 Prozent gestrichen. Beide Stellen fallen mit dem Weggang der Stelleninhaber/innen, spätestens aber mit dem Jahr 2024 weg.

Der Verlust von Pfarrstellen ist schmerzlich, aber wir sind nun alle aufgerufen, das Beste aus der Situation zu machen. In der Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen ist sowohl unter den hauptamtlich Mitarbeitenden als auch unter den ehrenamtlich Engagierten eine große Bereitschaft da, enger zusammenzustehen. Das ist alles andere als selbstverständlich und ein starkes Signal für die Zukunft!

Die Martinskirchengemeinde und die Goldberggemeinde haben erste konkrete Schritte unternommen, aufeinander zuzugehen. Beide Kirchengemeinderäte haben beschlossen, eine Fusion bis zu den nächsten Kirchenwahlen im Jahr 2019 anzustreben. In den nächsten Monaten werden sich die beiden Gremien intensiver begegnen und gemeinsam überlegen, wie die Gemeinden zusammenwachsen können.

Es grüßen Sie herzlich Kathrin Lichtenberger und Manuel Hörger

Kirchliche Jugendarbeit in der Schule – Impressionen

Längst sind sie keine unbekannten Gesichter mehr an der Grundschule Klostergarten: Seit September 2017 absolvieren Judith Gross und Max Knobloch ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim CVJM. Die Grundschüler freuen sich über diese besonderen Mitarbeitenden des CVJM. Denn ihre Stelle beinhaltet 50% Tätigkeit im CVJM und 50% an der Grundschule Klostergarten („Schulbezogene Jugendarbeit“).

Nach ihrer Hospitationsphase zum Schuljahresanfang, in der die beiden alle Klassenstufen sowie das Betreuungsangebot der Grundschule kennen lernten, sind Judith und Max mit ihrem AG-Angebot durchgestartet: Von der Martins-AG über die Computer-AG und Advents-AG bis hin zur Krippenspiel-AG. Die beiden sind auch immer parat, wenn Begleitung gefragt ist bei Lerngängen, Übernachtungen oder Ausflügen. Der Spaß und die Freude an der Arbeit mit Kindern ist ihnen deutlich abzuspüren.
Sie sind keine Ersatz-Lehrer, sondern können sich ganz bewusst Zeit nehmen für die Kinder – außerhalb des Unterrichts und fern von Noten. Besonders gerne ziehen Max und Judith mit den Schülern in die Welt außerhalb der Schule: Zu einem „Orientierungstag“ ins CVJM-Haus zum Beispiel oder in die Martinskirche.
Rektorin Yvonne Olmosi-Bier ist dankbar für dieses Engagement, hinter dem auch der Martinstaler 2017 steckt: „Die beiden sind ein echter Gewinn für unsere Schule! Ohne sie könnten wir zurzeit fast gar keine AG anbieten.“

Rose Ilg